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Welches Gastland?
Theoretisch kommt jedes Land der Erde für ein Auslandsstudium in Betracht, in dem es Universitäten gibt, die Auslandsstudenten aufnehmen. Dies trifft auf fast alle Länder zu; von Ägypten bis Zypern.
Trotz der überwältigenden Anzahl an möglichen Gastländern, gibt es unbestreitbare Spitzenreiter bei deutschen Auslandsstudenten: Die Niederlande, Großbritannien, Österreich, die USA, die Schweiz und Frankreich. Gründe hierfür sind beispielsweise besonders gute Studienbedingungen, geringe Studiengebühren, guter Ruf der Universitäten, oder günstigere Zulassungsbedingungen.
Es gibt bestimmte Kriterien, die ein Land erfüllen sollte, um als Gastland in Frage zu kommen:
1. Ist das Land sicher? Wie steht es um die politische Stabilität des Landes? Gibt es ausländerfeindliche Bewegungen? Wie frei kann man sich bewegen?
Bsp: Südafrika ist sicherlich ein sehr attraktives Land für ein Auslandssemester. Man sollte sich dennoch bewusst sein, dass die Kriminalitätsrate ungewöhnlich hoch ist. Deshalb muss man nicht gleich auf ein Semester in Südafrika verzichten. Allerdings sollte man sicherstellen, genug Geld zur Verfügung zu haben, um sich eine Unterkunft in einer sicheren Gegend sowie Taxi-Fahrten leisten zu können.
2. Wie hoch ist das Lehrniveau an den Universitäten? Gibt es anspruchsvolle Universitäten im Land? Wie gut sind die Institute, die mein Studienfach anbieten?
Bsp: Wer Jura im Ausland studieren möchte, für den ist Indien vielleicht nicht die beste Adresse. Das Rechtssystem des Landes unterscheidet sich stark vom deutschen. Zudem ist der Ruf der indischen Lehrinstitute für Recht nicht mit den deutschen vergleichbar. Studenten technischer Studiengänge hingegen finden in Indien hochklassige Lernbedingungen. Das Land ist berühmt für seine Spitzenposition technisch ausgerichteter Universitäten.
3. Kann ich mir die Lebenshaltungskosten und die Studiengebühren des Landes leisten?
Bsp: Auch in Thailand gibt es wunderbar interessante Studienangebote. Die Lebenshaltungskosten sind im Vergleich zu Deutschland verlockend gering. Allerdings erheben private Hochschulen höhere Studiengebühren als deutsche Universitäten. Natürlich könnte man auch auf staatliche Unis ausweichen, diese haben jedoch weniger Studienangebote in der englischen Sprache und oft einen schlechteren Ruf als die privaten.
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