Suche
.: home :: e-mail :: impressum :: presse :.
 
allgemeines
vorgehensweise
finanzierung
bewerbung
länder
community
faq
seminare
kontakt
 

Welche Hochschule?

Hat man sich für ein Land entschieden muss die nächste ‚Qual der Wahl’ angegangen werden. Welche Universität soll die zukünftige Gastuniversität sein? Mit dieser Frage tun sich die meisten Auslandsstudenten schwerer, als mit der Frage nach dem Gastland. Wo beginnt man mit der Recherche? Worauf muss man achten? Im Folgenden werden Schritte aufgelistet, die die Auswahl erleichtern. Nach jedem Schritt wird die Auswahl der in Frage kommenden Unis kleiner, bis am Ende ein paar wenige Favoriten übrig bleiben.

1. Welche Art von Hochschulen gibt es in dem Land?

Bsp: In Brasilien gibt es öffentliche und private Universitäten. Die Privaten bieten in der Regel leichtere Zulassungsbedingungen. Dafür sind sie teurer und haben oft einen schlechteren Ruf, als die Öffentlichen. Der schlechtere Ruf ist Folge der niedrigen Zulassungsbedingungen. Weniger begabte Schulabgänger, die es nicht auf öffentliche Universitäten schaffen, gehen auf private Hochschulen. Dadurch sinkt das Niveau.

2. Welche der Hochschulen bietet mein oder ein nah verwandtes Studienfach an?

An dieser Stelle hilft nichts außer Recherche. Am Besten wird zu Anfang eine Liste aller Unis erstellt, die nach der Auswahl, die unter Schritt 1 getätigt wurde, noch in Frage kommen. Dann werden die Webseiten der einzelnen Unis besucht und nach den passenden Studienprogrammen gesucht. Am Ende hat sich die Liste erneut verkleinert und es ist Zeit für Schritt 3.

3. Welchen Ruf genießen die ausgewählten Hochschulen im Allgemeinen und in Bezug auf mein Studienfach?

Je nach Studienland gibt es unterschiedliche Möglichkeiten dies herauszufinden. Ganz allgemein kann es sich lohnen ein weltweites Ranking aller Hochschulen anzuschauen. Ein seriöses Ranking findet sich beispielsweise hier . Nicht selten verfügen die Länder auch selbst über Rankings auf nationaler Ebene. In Australien zum Beispiel kann diese Seite Auskunft über University Ratings. Des Weiteren können im Internet noch Erfahungsberichte zu den einzelnen Unis gesucht werden.

4. Welche Uni bietet die besten Kurse an?

Wer nur für ein oder zwei Semester ins Ausland geht, sollte sich genau anschauen, welche Kurse in der gewünschten Fachrichtung angeboten werden in der Zeit, in der man ins Ausland gehen möchte. Der Name des Studiengangs spielt dabei eine weniger wichtige Rolle, als die Inhalte der Kurse, die besucht werden können. Dabei sind zwei Dinge unbedingt zu beachten: Welche Vorraussetzungen gibt es an der Uni im Ausland für die einzelnen Kurse. Muss ich z.B. besondere Vorkenntnisse für den Kurs „History of Australian Art“ mitbringen? Und kann ich die Kurse im Ausland später in Deutschland anrechnen lassen? Ersetzen sie Kurse, die ich sonst an meiner Heimatuniversität hätte belegen müssen? Dieser Punkt ist natürlich nicht zwingend zu erfüllen. Allerdings kann man so verhindern, dass man länger als die Regelstudienzeit studieren muss. Denn während man im Ausland ist, verpasst man Kurse an der Heimatuniversität und muss diese nachholen, wenn die Kurse der Auslandsuniversität sie nicht ersetzen können.

5. In welcher Sprache werden die Kurse angeboten?

Um einen Kurs erfolgreich zu belegen, müssen natürlich die Grundkenntnisse der gesprochenen Sprache mitgebracht werden. In der Regel ist die Sprache, in der der Studiengang angeboten wird, auch die Sprache, die in Kursen angewandt wird. Es gibt allerding auch Ausnahmen. Dann zum Beispiel, wenn ein Gastdozent aus einem anderen Land unterrichtet, kann die Sprache eines Kurses von der Sprache des Studiengangs abweichen.

6. Erfülle ich die Zulassungsvoraussetzungen?

Nicht nur die Kurse haben oft beschränkte Zulassungen, auch die Studiengänge, in deren Rahmen die Kurse angeboten werden, können bestimmte Bedingungen voraussetzen. Diese können folgende Punkte umfassen:

I Schulabschluss. Da zwischen Abitur und Fachabitur oftmals international nicht unterschieden wird, gilt für Auslandsstudenten oft eine der zwei Möglichkeiten:
Entweder wird eine bestimmte Anzahl an Schuljahren vorausgesetzt, z.B. 12 Jahre. Manchmal gelten Bewerber für bestimmte Fächer dann als zulassungsberechtigt, wenn sie vorgeben können theoretisch auch in Deutschland für das Fach zugelassen zu werden.

II Sprachkenntnisse. Die Sprachen, in der das Studienfach angeboten wird, muss (meist schriftlich) nachgewiesen werden. Manchmal reicht ein Beleg über Schulkenntnisse der Sprache. In anderen Fällen genügt es nachzuweisen, schon einmal in der Sprache studiert zu haben. Für viele Sprachen gibt es standardisierte Sprachtests, die im Zweifelsfall immer anerkannt werden. Wichtig ist, dass vorher in Erfahrung gebracht wird, welches Zertifikat die Wunschuni anerkennt.

III Bestimmte Fächer in der Schule. Gerade im naturwissenschaftlichen Bereich kommt es vor, dass der Studienbewerber vorgeben muss bestimmte Fächer bereits in der Schule behandelt zu haben. Meist bezieht sich diese Anforderung auf das Fach Mathematik.

IV Zulassungstests. Um einschätzen zu können, ob ein Bewerber für das Studienfach taugt, werden die Schulnoten in einigen Fällen ignoriert und stattdessen Zulassungstests durchgeführt. Dies kann landesweit üblich sein, wie zum Beispiel in Brasilien, oder für bestimmte Universitäten gelten, wie z.B. Yale, oder nur bestimmte Studiengänge betreffen. Oft lassen sich angehende Auslandsstudenten von solchen Tests abschrecken. Dies ist aber in der Regel unnötig. Das deutsche Schulsystem entlässt seine Schüler mit einem fundierten Allgemeinwissen und wer sich auf die Zulassungstests vorbereitet, hat reale Chancen.

V Referenzschreiben. Nicht selten verlangen Universitäten ein oder zwei Gutachten von Professoren der Heimuniversität in Deutschland. Gerade Bachelorstudenten stoßen hier auf Probleme. Die Dozenten kennen ihre Studenten oft nicht gut genug, um ein Gutachten zu verfassen. Bevor man an dieser Stelle aufgibt, gibt es folgende Möglichkeiten:
- Bitte den Dozenten oder die Dozentin um einen Platz in der Sprechstunde. Hier erklärst du dein Anliegen und schlägst vor, dich dem Dozenten in einer Art Interview vorzustellen, in dem er sich ein Bild von dir und deinem Studienwunsch machen kann.
- Steht kein Dozent für ein Gutachten zur Verfügung, können auch die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Instituts aushelfen. Manche Universitäten sehen zwar ungern, dass das Gutachten ‚nur’ von einer Hilfskraft ausgestellt worden ist, aber diese Möglichkeit ist besser als kein Gutachten zu haben.

Achtung: Es kommt vor, dass ganze Universitäten von vornherein festlegen, dass Free Mover nicht akzeptiert werden. Sie nehmen nur Studenten, die innerhalb von Kooperationsverträgen an die Uni kommen. Dies geschieht meist aus organisatorischen Gründen.

VI Writing Example. Hier möchte die Universität sehen, ob der Student Probleme erkennt und eigene Gedanken auf der geforderten Sprache verfassen kann. Es bietet sich an einen Teil einer schon geschriebenen Hausarbeit zu nutzen oder einen neuen Text zu einem Thema zu verfassen, dass in engem Verhältnis zu den Kursen steht, für die man sich bewerben möchte. Natürlich muss das Writing Example in der Sprache des Studiengangs verfasst werden, für das man sich bewirbt.

VII Motivationsschreiben. Das Schreiben ist deine Chance deinen Ehrgeiz, Berufswunsch und Studienplan zu schildern. Denk daran, du musst dich selbst verkaufen und das möglichst authentisch. Stelle dar warum du dich bewirbst und geh darauf ein, warum du dich genau für dieses Studienangebot an genau dieser Uni entschieden hast. Begründe dein Interesse an den einzelnen Kursen. Vielleicht kannst du dein Interesse an einem bestimmten Dozenten erwähnen, wenn du schon eine Publikation von diesem gelesen hast, oder er besonders interessante Forschungsprojekte durchführt.
Du kannst auch schildern wo du dich nach dem Studium siehst, welchen Beruf du anstrebst. Möchtest du in der Praxis arbeiten oder eine wissenschaftliche Karriere anstreben?
Oft ist vorgegeben wie lang das Motivationsschreiben sein muss. Es ist nicht hilfreich die Seitenanzahl zu überschreiten, um besonderen Ehrgeiz zu beweisen. Dies bedeutet mehr Arbeit für das Zulassungskomitee der Hochschule und wird schlimmstenfalls negativ gewertet.

VIII Lebenslauf. Fast alle Universitäten verlangen einen Lebenslauf. Gebe dir Mühe, dich in diesem gut darzustellen. Liste auch Hobbies und sonstige Tätigkeiten auf sowie Sprachkenntnisse. Versuche den Lebenslauf sachlich zu formulieren und übersichtlich zu gestalten.



[zurück]

[Druckversion]

News








  allgemeines | vorgehensweise | finanzierung | bewerbung | länder | community | faq | seminare | kontakt